HAPPY NEW YEAR GERMANY!

Es ist leider schon etwas her, seitdem ich meinen letzten Eintrag geschrieben habe. Es war wieder mal viel, viel los. Diesmal vor allem in der Schule! Vor Ende des Halbjahres noch einmal Tests, Quizze, Heft Kontrollen, Theater Szenen auswendig lernen. Auch einen Winter Ball gab es. Mein erster Tanz und ich muss schon sagen, dass hätte ich mir ziemlich anders vorgestellt.

 

Zum Tanz gefragt werden, mit den Freundinnen ein süßes Kleid shoppen gehen, die Nächte bis zum Ball zählen, schick machen, von einem Jungen im Auto, von der Mama Fotos machen lassen und zwar mindestens hundert Stück. Klingt auch wie ihr euch einen Amerikanischen Tanz wie in den Filmen vorstellt? Bis dahin, ja!

Aber dann im dekorierten Hotelsaal angekommen, sah das ganze schon ziemlich anders aus. Das Tanzen sah überhaupt nicht aus wie ich es mir auf einem Ball vorgestellt habe. Es war schlimmer als in den meisten Discos. Alles was gemacht wurde war ziemlich erotisch getanzt und der Direktor saß auf einem Stuhl neben der Tanzfläche und hat alles beobachtet. Nach vier Stunden auf dem Ball bin ich mit ein paar Freunden noch zum Essen ausgegangen.

Dann waren auch schon Weihnachtsferien und ich bin mit meiner Gastmama nach Denver zum Rest der Familie geflogen. Neben dem gemütlichen Beisammensein über Weihnachten, gab es viel Leckeres zu Essen, noch viel mehr Geschenke unter zwei großen Tannenbäumen, den ganzen Tag Weihnachtslieder und einen Schitag und natürlich eines langes Rodelrennen.

Nach einer Woche Spaß haben ging es dann auch schon wieder zurück im kalten Minnesota, was dann erst einmal für mich hieß ein paar Tage krank im Bett zu verbringen. An Silvester ging es mir zwar dann schon wieder relativ gut, doch das erste Heimweh kam. Ich hatte mir vorgestellt, dass es groß gefeiert wird, doch das war gar nicht. Keine Feuerwerke in der Umgebung und keinerlei feiern. Eigentlich ein Tag wie jeder andere. Zu meinem Glück durfte ich mir dann ein paar Freunde einladen mit denen ich dann Filme geguckt und um Mitternacht mit Cola angestoßen habe. Es war zwar anders und diesmal muss ich ehrlich gesagt auch zugeben nicht so schön und amüsant wie in Deutschland, aber dafür bin ich ja hier. Um Unterschiede zu sehen und neues kennen zu lernen!

Direkt Anfang Januar ging es dann weiter mit der Schule. Ich dachte ja schon, dass es gar nicht mehr Stress geben kann, aber da wurde ich dann vom Gegenteil überzeugt. In jeder Klasse ein Final, das so viel heißt wie: Eine lange Arbeit über alle Themen des Halbjahres. Hier ist es aber ja so, dass man jede Klasse jeden Tag für 60 Minuten hat, da nimmt man ein Thema dann in zwei Wochen durch. Jetzt könnte man ja hochrechnen wie viele Themen es zum Lernen für ein Final sind, aber ich kann euch auch einfach sagen, dass egal wie viele Themen es waren, es einfach viel zu viel Zeit in Anspruch genommen hat. Um genau zu seien, fast drei Wochen jeden Tag so viel lernen, dass man außer zum Schlafen und Essen zu fast nichts mehr Zeit hatte. Zum Glück ist das Halbjahr jetzt um und ich habe es mit As und Bs und einem D geschafft und somit alle Klassen bestanden. 

Jetzt kann ich mich voll und ganz auf das nächste Halbjahr konzentrieren, auch wenn dafür schon viel geplant ist. Zum Beispiel im Februar eine Reise nach Las Vegas, Hollywood und San Diego. Meine Theater Klasse bereitet außerdem ein Schauspiel vor, dass wir dann im März präsentieren wollen. Wenn ich so drüber nach denke fallen mir noch Tausend Dinge ein, die ich unbedingt ganz schnell unternehmen will, denn die Halbzeit ist schon längst um.

Nur noch fünf Monate und dann werde ich schon wieder im Flugzeug Richtung Deutschland sitzen, ich kann es überhaupt nicht fassen wie schnell die Zeit vergeht! Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf den Süden der USA und dass ich meine Sommer Sachen auspacken und endlich für eine kurze Zeit aus dem ziemlich kalten Minnesota fliehen kann.

Eure Alex

Pressebericht

Auch die Solinger Morgenpost berichtet über Alexandra.

Blogeintrag November - Thanksgiving und der erste Schnee

Hallo zusammen,

Ich kann es kaum glauben, dass schon wieder ein Monat vorbei ist! Die Zeit rast und hinterlässt trotzdem jeden Tag viele neue wunderschöne Stunden.


Da meine Gastmama Anfang November zu einer Geschäftsreise nach Nevada musste, habe ich 5 Tage bei meiner PPP-ler Freundin und ihrer Familie verbracht. Ich dachte mir, dass es bestimmt mal wieder ganz schön sei  Deutsch zu reden, doch das habe ich mir wohl auf Englisch gedacht. Denn das der deutschen Sprache klappt ganz und gar nicht mehr. Auch wenn wir einen deutschen Satz angefangen haben, hat er meistens mit den dazu passenden englischen Worten geendet. Ich glaube wenn uns jemand reden gehört hätte, hätte er einfach nur gelacht, dass uns immer weniger deutsche und dafür umso mehr englische Worte in den Sinn kommen!

Doch das war nicht alles was ich in diesen Tagen bemerkt habe. Ich habe den absolut besten Wasserpark der Welt bemerkt! „The Waterpark of America“ Oh ja, Amerikas größtes Schwimmbad. Wir haben mit ein paar Freunden von meiner Schule dort den ganzen Tag verbracht und selbst nach 8 Stunden hatten wir immer noch nicht genug. Jetzt ist mein ganzer Körper zwar immer noch über und über von blauen Flecken, und trotzdem war es einfach ein großer Spaß die ganzen Rutschen runter zu rasen und Wettrennen zu rutschen oder einfach in einem Whirlpool zu entspannen. 


Das nächste große Event war dann ein Nachmittag mit allen Austauschschülern, denen durch ein Stipendium das Auslandsjahr hier in Minnesota ermöglicht wird, aus meinem area-team. Wir sind zu einer Organisation gegangen und haben geholfen Essen für hungernde Kinder in Tüten zu verpacken. Neben dem ganzen Spaß, den wir alle zusammen hatten, haben wir im Anschluss selber noch so viel Essen bekommen, dass ich das mir ziemlich sicher war so voll zu sein um die nächsten Tage keinen einzigen Bissen mehr runter zubekommen.
Doch das hat doch nicht allzu lange angehalten, denn es stand ja „Thanksgiving“ vor der Tür. Eines der wichtigsten und berühmtesten Feiertage hier in den USA. Meine Gastmama und ich sind am 24. November zu ihren Freunden gegangen, weil wir leider nicht mit unserer Familie feiern konnten. Und wow, ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll. Es war einfach genauso wie man es aus all den Filmen kennt. Die ganze Familie kam aus dem ganzen Land angereist. Die Tochter der Familie und ihre Cousinen und Cousins kamen aus dem College nach Hause, der Onkel aus Florida und die Großeltern aus Wisconsin. Alle waren einfach froh sich endlich wieder zu sehen, haben gelacht, Späße gemacht, die gemeinsame Zeit genossen und gegessen, gegessen und nochmals gegessen. Ich konnte es wirklich nicht realisieren wie genau gleich es zu den Filmen doch ist. Außerdem habe ich so viel wie an diesem Tag in meinem ganzen Leben noch nicht gegessen! Mein erstes Thanksgiving und so ein voller Erfolg, das werde ich wirklich niemals vergessen.

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Echt wie im Fernseher: Mein Thanksgiving in den USA.

Abends haben meine Gastmama und ich und dann auf den Weg zu Fiona, die andere PPP’lerin, gemacht. Es war ihr Geburtstag und den wollten wir natürlich auch mit ihr feiern. Wir sind dann bis kurz vor Mitternacht geblieben und sind dann zusammen mit ihr shoppen gegangen. Warum um Mitternacht? Das ist das absolut verrückteste was ich jemals gesehen habe. Der Freitag nach Thanksgiving ist der sogenannte black Friday und in den Geschäften, die um Punkt Mitternacht  ihre Türen öffnen, ist wirklich alles reduziert und zwar zu den billigsten Preisen, die man sonst niemals sehen würde. Als wir um kurz vor 12 also da waren stand eine riesen lange warte Schlange um das Gebäude drum. Menschen über Menschen und ich mittendrin! Das kann sich wirklich keiner vorstellen, als die Türen geöffnet wurden sind alle Männer auf die Elektrowaren und die Frauen auf die Schuhe zu gestürmt. Ich hätte nicht gedacht, dass die Filme so wirklich sind, aber wow, die Frauen haben sich regelrecht um die Schuhe geprügelt! Jeder hat so viele genommen wie er nur konnte und nach einer halben Stunde sah der ganze Laden schon ziemlich leer aus. Das war auf jeden Fall ein weiteres einmaliges Erlebnis, welches ich so schnell nicht mehr vergessen werde!

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Im Gegensatz zu Deutschland haben wir schon viel Schnee!


Jetzt, nach Thanksgiving, kommen langsam nach und nach an alle Häuser die Weihnachtsdekorationen und ich kann es schon kaum erwarten endlich meine ganze Gastfamilie zu Weihnachten in Denver wieder zu sehen.

Viele Grüße und eine wunderschöne Adventszeit
eure Alex (:

Blogeintrag Oktober: Meine zweiten Eindrücke - als Video


Diesmal kein Text zum Lesen, sondern ein Video zum Schauen. Leider etwas leise, leider etwas dunkel. Ich gelobe Besserung. ;-) Viel Spaß!


Blogeintrag September - Angekommen, Eingelebt und kein bisschen Heimweh…

Endlich habe ich die Zeit gefunden, nach drei langen, neuen und aufregenden Wochen, die mein Leben komplett geändert haben, einen neuen Blogeintrag zu schreiben.

Auch wenn es am 26 August erst losging, war schon zwei Tage vorher ein komplettes Chaos bei mir.

Es kam noch dazu, dass am Tag vor dem Abflug die Solinger Post zu mir kam und ein Interview machen wollte. Abends war ich dann ziemlich verzweifelt, wegen meines Koffers, dass ich nur noch geschrien habe: „Papa, PAPA kauf mir noch einen Koffer, dass passt hier alles nicht rein.“ Ja ich hatte viel zu viel eingepackt, aber was will man machen. Es geht ja nicht nur um ein oder zwei Wochen Urlaub, es geht um ein ganzes Jahr. Am liebsten hätte ich mein ganzes Zimmer eingepackt um für jede Situation gerüstet zu sein. Es fiel mir schon schwer, mein Zimmer mit all den Erinnerungen, meine Freunde und auch meine Familie zurück zulassen.  


Meine Gastmama, Ich, ihre beste freundin (Deb), Sarah

Ich muss zugeben, dass ich auch eigentlich nach vier Stunden Flug immer noch ein ziemlich mulmiges Gefühl hatte. Doch je weiter das Flugzeug Richtung Vereinigte Staaten flog, desto mehr stieg die Aufregung. Als wir dann endlich angekommen waren, war meine Stimmung wirklich auf dem Höhepunkt und ich kann sagen, dass sie bis heute noch da oben ist.

Nachdem ich dann nach über 40 stunden wach sein, endlich bei meiner Welcome Family angekommen bin, bin ich als ersten schlafen gegangen. Die nächsten Tage waren dann doch ein bisschen schwieriger als erwartet. Ich habe kein Wort von dem verstanden, was alle geredet haben, also habe ich immer nur ja ja ja ja ja gesagt und zwischen durch ein bisschen gelacht. Doch nach einer Woche klappte dann alles schon viel besser mit dem verstehen. Schon in der ersten Woche habe ich so viel erlebt, dass es unfassbar ist. Ein Picknick mit allen Austauschschülern aus der ganzen Welt, die ihr Jahr mit mir in Minnesota verbringen, meine Schulanmeldung, die größte Kirmes aus ganz USA, Ausflüge zu einem der 1.000 Seen in Minnesota und noch vieles mehr. Nach einer wundervollen Woche, bei einer wirklich wunderbaren Familie, war ich dann trotzdem froh endlich zu meiner Gastmama gehen zu dürften, das Haus zu sehen in dem ich ein Jahr leben werde und mein neues Leben richtig beginnen zu können. Doch anstatt, dass es dann ein Stück mit dem Alltag began, kamen noch viel mehr Sachen auf mich zu.

Montag der 5te September, Labor day, der amerikanische Tage der Arbeit und gleichzeitig der Tag meines ersten Baseballspiels. Wir waren im Stadion der Twin cities, die gegen die Chicago White Sox gespielt haben. Leider haben unsere Twins zwar nicht gewonnen, aber es war doch jede Menge Spaß! Dienstag war dann mein erster Schultag. Wenn das hier jetzt einer meiner Lehrer oder meiner Mitschüler liest, werden sie es nicht glauben. Ich habe die ersten drei Tage im Unterricht kein Wort gesagt, weder zu den Lehrern noch zu den neuen Mitschülern. Ich saß alleine beim Mittagessen, war alleine auf mich gestellt um die Klassenräume in dem viel zu großem Gebäude zu finden und musste gucken wie ich dem Unterricht folgen konnte.  Da ich jedoch dem Cross Country Team unserer Schule beigetreten bin, konnte ich dort meine ersten Kontakte knüpfen. Donnerstags nachmittags haben wir mit vielen Freunden ein Willkommens/Geburtstagsfest gefeiert. 

Und auch schon war der Freitag da und ich musste nicht in die Schule, denn ich hatte ein Treffen mit dem Bürgermeister von Saint Paul und einer Delegation aus Neuss, der Partnerstadt von meiner neuen Heimat, die den Zeitungsartikel über mich gelesen hatte und mich darauf hin zum dem Treffen eingeladen hat. Es war wirklich eine tolle Erfahrung die wichtigen Leute kennen zu lernen und ihnen von meinen ersten zwei Wochen berichten zu dürfen. Danach ging es dann ab nach Denver, Colorado, um die Familie meiner Gastmama kennen zu lernen. Dort habe ich dann nicht nur, Tante, Onkel und Gastoma, sondern auch meine Schwester kennen gelernt. Samstags habe ich mein erstes Footballspiel gesehen. Zwar muss ich zugeben, dass ich die Regeln doch nicht ganz auf Anhieb verstanden habe, aber alleine die Stimmung bei 40.000 Fans war einfach großartig und unbeschreiblich toll zu erleben.


Mit Vertretern der Stadt Neuss in St.Paul

Sonntags wurde dann erst der Geburtstag von Oma, wie wir sie alle nennen sollen, da sie in Deutschland geboren wurde, gefeiert und dann hieß es auch schon wieder zurück ins neue Zuhause. Montags fing die Schule dann richtig an & schwups alles lief gut. Ich wachte auf und auf einmal saß ich auch schon im Bus. Ja genau in einem der gelben Schulbusen mit dem roten ausklappbaren Stoppschild. Ich habe angefangen mit den anderen Schülern zu reden, musste in der Cafeteria nicht mehr alleine sitzen, habe immer mehr vom Unterricht verstanden und konnte immer besser die 5 Kilometer beim Cross Country joggen.

Inzwischen laufe ich durch die Schule und jeder grüßt mich mit meinem Namen und ich frage mich bei den meisten: „Mh, wer war das denn nochmal?“ Auch wenn meine Fächer mir Spaß machen, vor allem Fotographie und Theater, und ich super gerne zum Sport gehe, weil ich dort so viele neue Freunde gefunden habe, macht mich das alles, vor allem das Sprechen in einer anderen Sprache so müde, dass wenn ich Nachmittags um 5 endlich wieder zuhause bin und mit den Hausaufgaben anfangen möchte, so müde bin, dass ich auf dem Boden auf meinem Mathebuch einschlafe und erst am nächsten Morgen wieder aufwache.

Trotzdem lebe ich hier meinen Amerika Traum. Es fängt damit an, dass die Häusern und Straßen genauso aussehen, wie man sich es vorstellt, die Schule, in der ein Polizist aufpasst, dass man nicht das Schulgebäude verlässt, auf der man einen Toilettenpass braucht um während der Stunden auf die Toilette zu gehen, bei der es Anfang Oktober den ersten Ball gibt, Homecoming, und bei der, wenn es nach der Schule geklingelt hat, alle Schüler auf die großen, gelben Busse zu stürmen, dass alle schon um 10. 30 Uhr anfangen Hamburger und sonstiges Fastfood essen, und die größte Shoppingmall mit den billigsten Preisen.  Ich liebe es hier!


Mich fragen viele was denn mit Heimweh wäre. Klar an zuhause denke ich, wie es allen geht, dass alle grade am Schlafen sind oder grade zu Abend essen. Doch Heimweh, das ich weinend in meinem Bett liege und mir sage, dass ich zurück möchte, hatte ich noch nicht einmal.

Eure Alex aus dem noch sehr, sehr warmen und sonnigen St. Paul, MN (:


Meine High School

Blogbeitrag August - Letzte Vorbereitungen

Hallo Zusammen,

endlich, endlich, endlich habe ich eine Gastfamilie. Naja was heißt schon Gastfamilie, ich werde zu einer alleinstehenden Frau gehen. Sie lebt in St. Paul, der Hauptstadt von Minnesota, ein bisschen außerhalb in einem Haus mit Garten. Von dort aus sind es keine zwei Meilen bis zu der Schule die ich ab dem 6. September besuchen werde.

Meine „hostmum“ hat zwei Kinder, die aber beide schon ausgezogen sind. Gretchen, so ist ihr Name, hat eine deutsche Abstammung und ist daher sehr interessiert an allem was ich ihr erzählen kann. Sie hat schon viele Aktivitäten geplant, wie zum Beispiel ein Football-spiel in Denver, das wir uns am 10 September angucken werden, oder einen Trip nach San Francisco, wo ihre Tochter lebt.

Ich Freue mich schon sehr , wenn es endlich diese Woche Freitag (26. August) los geht und heißt, morgens um viertel vor sieben in Frankfurt am Flughafen zu sein, dann um ca. 11 Uhr im Flugzeug Richtung Chicago zu sitzen und von da aus sechs Stunden mit dem Bus zu einer arrival Orientation nach Stillwater, einer Stadt in der Nähe von Saint Paul, zu fahren.

Allerdings muss ich nach der ersten Nacht mit den anderen Austauschschülern noch ca. eine Woche in eine Welcome Family gehen, weil meine Gastmama, bevor sie sich entschloss eine zu werden, schon einen Urlaub gebucht hatte und somit erst am 4.September wieder in Saint Paul ist.  Trotzdem, die Gastgeschenke sind gekauft & verpackt, die Anziehsachen zum Trocken auf der Leine und das Geld schon umgetauscht in Dollar. Jetzt muss nur noch gepackt werden und dann kann das Abenteuer Amerika so richtig starten.

Eure Alex

Hier werde ich das nächste Jahr verbringen.

Blogbeitrag Juni - Die Spannung steigt

mit meiner Mama vor dem Brandenburger Tor und im Plenarsaal des Deutschen Bundestages.

Hallo,

ich platze, platze und platze immer mehr vor Neugier und kann es schon gar nicht mehr abwarten möglichst schnell, möglichst viele neue Informationen über meinen USA – Aufenthalt zu bekommen. Immer mehr  PPP’ler bekommen nach und nach ihre Gastfamilie, doch meine hat sich wohl leider noch nicht gefunden. Inzwischen renne ich schon in den Pausen in die Bibliothek in meiner Schule und checke meine E-Mails ob etwas Neues im Postfach ist. Doch außer drei mögliche Abflugs Termine (10.8/23.8/10.9.2011) und eine E-Mail in der steht, dass ich einen Termin in der amerikanischen Botschaft für mein Visum beantragen soll, gibt es in der Richtung noch nichts Neues.

Es gibt jedoch noch ein paar Neuigkeiten in eine etwas andere Richtung. Ich wurde vom 08 – 11. 6. 2011 zu einer Fahrt nach Berlin von Jürgen Hardt eingeladen und habe dort vieles spannendes und neues kennen lernen dürfen.  Mittwochmorgens bin ich mit meiner Mama und noch 49 weiteren Besuchern mit einer 10 stündigen Busfahrt in das Abenteuer gestartet. Schon am nächsten Morgen durfte ich zum ersten Mal den Bundestag besuchen. Die kleine Privatführung durch das große Reichtagsgebäude von Julia Andris, eine Mitarbeiterin Herrn Hardts , hat mich wirklich sehr beeindruckt. Ich wusste zwar, dass die Gebäude der Politik bei alleine rund 620 Abgeordneten groß seien müssen, aber so groß, so viel und so spannend habe ich es mir doch nicht denken können.  Zum Abschluss durfte ich noch ein persönliches Gespräch mit Herr Hardt führen und ein Foto für den Blog machen (siehe ganz unten).


Doch es ging nicht nur ausschließlich um die heutige Politik, auch die Gedenkstätte des  Deutschen Widerstandes, sowie einen Besuch des Denkmals für die ermordeten Juden Europas und eine Stadtrundfahrt mit anschließender Fahrt auf einem Schiff durfte ich mit erleben. Ich muss schon zugeben, dass mir der Berlin-trip sehr gut gefallen hat.

Eure Alex

 

 

Blogeintrag Mai 2011 - Die Bewerbung

Hallo!

Ich bin Alexandra und die diesjährige PPP’lerin aus Solingen. Ab August geht es für mich ein Jahr in die USA. Während dieses Abenteuers will ich meine Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse immer wieder niederschreiben und Euch ein bisschen daran teilhaben lassen. Denn Freude teilen ist viel schöner als sie ganz alleine zu erleben.  Zunächst einmal möchte ich mich  gerne ein bisschen vorstellen.


Ich heiße Alexandra Cestnik,  bin 15 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in Solingen. Meine Familie ist schon die erste Außergewöhnlichkeit an mir. Meine Eltern trennten sich schon als ich noch ein Kleinkind war und seit dem lebe ich mit meinem zwei Jahre jüngerem Bruder die Hälfte der Woche bei meiner Mutter und die andere Hälfte bei meinem Vater.  Ich besuche die 9.te Klasse des Gymnasiums Vogelsang und wenn ich nicht grade mit der Schule und dem Lernen beschäftigt bin, unternehme ich gerne sehr viel mit Freunden, mit meinem Hund, gehe zum Sport oder einfach nur in die Stadt um ein bisschen zu Bummeln. 


Als ich im Sommer letzten Jahres in der Zeitung einen Artikel von Herrn Hardt über die Möglichkeit eines Stipendiums gelesen habe, habe ich mich sofort dran gemacht und eine Bewerbung  für das Jahr geschrieben. Hierzu kann ich vielleicht erst einmal  kurz erklären, was das Stipendium ist und ich als oben schon genannte PPPlerin eigentlich  bin. Das sogenannte PPP steht für das Parlamentarische Patenschaft Programm und ist ein vom Bundestag gespendetes Stipendium für ein Jahr Aufenthalt, Schulbildung und eine Gastfamilie in den USA.


Als ich das gelesen habe, habe ich mir nur gedacht: „ Oh ja das will ich. Ein Jahr USA, das muss einfach  traumhaft sein!“  Ich habe die ganze Zeit von meinen Eltern gesagt bekommen, ich solle immer dran denken, dass wenn ich es nicht schaffe es auch nicht so schlimm wäre und ich nicht direkt zu viele Erwartungen an mich selber haben solle. Doch ich habe mich immer mehr reingesteigert.

Auswahlwochenende

Endlich kam dann eine Zusage zu einem Auswahlwochenende  in Velbert. Ich habe mich so gut es ging vorbereitet, mich mit der deutschen Politik beschäftigt und mit der englischen Sprache.

Und dann war es soweit, der Tag auf den ich schon gewartet habe, doch als ich mit meinem Gegenstand der mir viel Bedeutete und was über mich aussagt, den jeder mitbringen sollte, ankam war ich ein bisschen irritiert. Alle sahen so viel älter aus und ich wurde langsam auf den Boden der Tatsachen geholt, dass nur vier von uns 19 eine Runde weiter kommen.



Geschafft. Wir freuen uns auf die USA.


Doch ganz anders als erwartet outete sich das alles gar nicht so sehr zu einem Wettkampf. Wir alle verstanden uns super, einschließlich den AFS Betreuern. Klar war es nicht zum Spaß, aber den hat es dennoch die ganze Zeit gemacht. Zunächst einmal mussten wir einen Politiktest schreiben, denn es ist ja nicht zu vergessen, dass wir als PPPler eine Botschafterrolle in den USA übernehmen sollen. Danach ging es jedoch mit vielen schönen, lustigen und auch spannenden Aufgaben, Spielen und den „Energizern“ weiter. ( Energizer sind kleine Zwischenspiele die nicht nur sehr viel Spaß machen, sondern auch ein bisschen wach rütteln). Letztendlich war der gesamte Tag ein voller Erfolg.

Eine Runde weiter!

Schon zwei Tage später habe ich einen Brief erhalten. Es war kaum zu glauben ich habe es eine Runde weiter geschafft. Als meine Mutter mir den Brief am Telefon vorgelesen hat, habe ich sofort durchs ganze Haus geschrien und meinen Vater angerufen. Er war total panisch was denn passiert ist und ob es mir gut geht weil ich rumschreie, er hatte schon fast den Rettungsdienst gerufen, da konnte ich noch schnell hinzufügen, dass ich wirklich eine Runde weiter bin.

Persönliches Gespräch mit Herrn Hardt- Zusage!

Schließlich wurde ich dann von Herrn Hardt zu einem persönlichem Gespräch eingeladen. Ich hatte schon etwas Sorgen, was ich ihm denn genau erzählen sollte, aber das Gespräch verlief sehr locker und ich habe mich einfach so gezeigt wie ich auch wirklich bin. Zwei Wochen später, als ich aus der Schule kam, rief meine Mutter von oben runter ich solle doch mal in den Briefkasten schauen. Direkt zwei Briefe. Ich ging hoch, machte die Briefe auf und konnte es gar nicht fassen. Aber diesmal war meine Reaktion ehrlich gestanden keine Freude. Ich setzte mich hin und realisierte, dass ich bald ein Jahr weg bin. Meine Mutter hatte Tränen in den Augen vor Freude und ich, weil ich Angst hatte. Es war ein wirklich mulmiges Gefühl, das auch den ganzen Tag nicht mehr aufhörte. Es ging alles viel zu schnell, dann sollte ich hier die Stipendiumsannahme unterschreiben. Ich hatte das Gefühl die ganze Welt würde sich mehr freuen als ich.

Vorbereitungsseminar in Weimar

Die Wochen bis April vergingen so schnell, ich musste eine Bewerbung für Gastfamilien schreiben, bekam viel Post mit noch mehr Informationen und auch einer Einladung nach Weimar zu einer Vorbereitungswoche, die vom 10.4.11 bis zum 17.4.11 ging. Und diese Woche war einfach nur brillant.  Wir mussten zwar viel lernen über die deutsche als auch über die amerikanische Geschichte und was man noch alles über Deutschland und USA wissen sollte, aber auch dabei hatten wir Spaß. Wir besuchten das Konzentrationslager Buchenwald und durften eine super Stadttour durch die wunderschöne Stadt Weimar erleben.

Wir haben Pausenlos über die USA geredet, was man zuhause ja nicht machen kann, weil niemand die Freude, die Ängste und die ganze Aufregung so richtig nachvollziehen kann. Fünf AFS-Betreuer wurden uns zur Seite gestellt, die selber mit dem PPP ein Jahr in den USA verbracht haben, und die wir mit Fragen nur so löchern konnte. Spätestens seit dieser Woche kann ich es schon nicht mehr erwarten endlich in die USA zu reisen, endlich was Neues kennenzulernen und endlich ganz viele Erfahrungen zu sammeln.
Auch amerikanisches Essen haben wir
schon einmal ausprobiert.


Spannung!

 Ich habe schon angefangen zu zählen und es  werden noch circa 100 Tage sein  bis ich nach Chicago fliege. Ich habe zwar schon meinen Ankunftsflughafen gesagt bekommen, doch näheres weiß ich leider noch nicht. Ich habe noch keinen Ort, keine Familie und keine Schule zugeteilt bekommen. In Weimar wurde uns aber gesagt, dass die meisten Gastfamilien erst circa vier bis fünf Wochen vor dem Abflug gefunden werden, wir uns daher also keine Sorgen machen sollten. Trotzdem platze ich fast vor Neugier und will es am liebsten jetzt sofort wissen damit ich alles was ich nur rausfinden könnte, raus bekommen kann.

Eure Alex

 

 

PPP/USA-Blog

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) ist ein gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der USA getragenes Austauschprogramm, das deutschen und amerikanischen Jugendlichen einen einjährigen Aufenthalt im jeweils anderen Land ermöglicht. Bundestagsabgeordnete übernehmen eine Patenschaft für die teilnehmenden Jugendlichen.

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Nach zahlreichen Bewerbungsgesprächen habe ich für dieses Jahr Alexandra Cestnik ausgewählt. Sie ist nun eine von knapp 300 Schülern, die in die USA reisen. Ebenso viele junge Amerikaner werden für ein Jahr in die Bundesrepublik Deutschland kommen. Bisher hatten bereits etwa 20 000 Jugendliche die Gelegenheit über dieses Programm, ein Austauschjahr im jeweils anderen Land zu verbringen. Auf dieser Seite wird Alexandra Cestnik regelmäßig über ihre Erfahrungen und Erlebnisse in den USA berichten.  

Ich wünsche Ihr alles Gute und freue mich auf die Berichte von Übersee mit hoffentlich vielen Bildern.

Jürgen Hardt