55 Jahre Élysée-Vertrag

24. Januar 2018

Anlässlich des Jubiläums tagte der Deutsche Bundestag am 22. Januar in einer Sondersitzung, an der auch Abgeordnete und der Präsident der französischen Nationalversammlung teilnahmen. Beide Parlamente haben den Willen zur Vertiefung ihrer Beziehungen bekundet. Im Bundestag würdigte der Präsident der Assemblée nationale, Francois de Rugy, die deutsch-französische Freundschaft mit den Worten: „Unsere beiden Länder sind eine Familie.“ Die Parlamente in Berlin und Paris beschlossen am Montag eine Resolution zur Erneuerung des sogenannten Élysée-Vertrages. Die Resolution wurde auf Initiative von Andreas Jung, Vorsitzender der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe, von den Außen- und Europapolitischen Sprechern von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen erarbeitet. Uns ist ein sehr guter Antrag gelungen. Einzigartig ist, dass sowohl der Deutsche Bundestag als auch die Assemlée nationale die Resolution zum neuen Élysée-Vertrag verabschiedet haben.

Der Élysée-Vertrag wurde am 22. Januar 1963 auf Initiative von Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle geschlossen. Mit ihm wurde die Grundlage für die Aussöhnung nach zwei verheerenden Weltkriegen geschaffen. Auf seiner Basis wurden Städtepartnerschaften ins Leben gerufen, Jugendaustausch-Programme organisiert und zahlreiche zivilgesellschaftliche Kontakte geknüpft.

Am Nachmittag habe ich gemeinsam mit einer Delegation deutscher Abgeordneter an der Sitzung der Nationalversammlung in Paris teilgenommen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble würdigte in seiner Rede die deutsch-französische Freundschaft als “Geschenk aus der Geschichte”.

Meine Rede im Deutschen Bundestag finden Sie hier.

Die Resolution finden Sie im Wortlaut hier.

Foto: v.L.: Achim Post MdB, Michael Link MdB, Christophe Arend (Vorsitzender der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe der Assemblée nationale), Franziska Brantner MdB, Jürgen Hardt MdB, Andreas Jung MdB © Andreas Jung MdB