Ausbau der L419 

30. Januar 2015

Der vierspurige Ausbau der Landstraße zwischen dem Kreisel Wuppertal-Lichtscheid und Ronsdorf-Linde ist das wichtigste Straßenverkehrsprojekt unserer Region. Denn der Lückenschluss zwischen der A46 und der A1 im Süden Wuppertals wird viele Verkehrsprobleme lösen. Insbesondere fördert er Gewerbeansiedlungen auf den Wuppertaler Südhöhen und bindet die neuen Landeseinrichtungen in Ronsdorf optimal an den überregionalen Verkehr an.

Für die Gesamtlösung müssen wohl rund 100 Millionen Euro aufgewendet werden. In einer Sitzung der Initiative “Ronsdorfer-für-die-L419.de” haben wir parteiübergreifend und mit den interessierten Bürgern wichtige Fragen diskutiert. Zum Sachstand lässt sich vereinfacht sagen:

  • Das Land muss nun zügig die Baureife für den Straßenausbau herstellen.
  • Landesseitig muss dann der erste Bauabschnitt (Lichtscheid-Erbschlöh) realisiert und finanziert werden. Wünschenswert ist nach wie vor Baubeginn in 2018.
  • Der Bund hat zugesagt, die gesamte Strecke zwischen Sonnborner Kreuz und A1 dann in Verantwortung des Bundes zu übernehmen. Durch die damit verbundene zukünftige Kostenentlastung des Landes rechnet sich die Landesinvestition für den ersten Bauabschnitt.
  • Der zweite Bauabschnitt (Erbschlöh – A1) wird dann in Bundesverantwortung umgesetzt. Die gesamte Strecke würde anschließend wohl zu einer vierspurigen Bundesstraße umgewidmet werden.

Allein diese Realisierungsschritte verdeutlichen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Wenn das Projekt verwirklicht werden soll, müssen wir aus der Region gemeinsam in Land und Bund werben und weitere Überzeugungsarbeit leisten.

Es gibt aber auch offene Fragen:

  • Gemeinsam mit den Bürgern müssen wir überzeugende Lösungen für den Lärmschutz, für die Anbindung der beiden Straßen aus Ronsdorf heraus und für die Übergänge aus Ronsdorf Richtung Scharpennacken/Erbschlöh finden. Beides halte ich auf der Grundlage der bisherigen Planung für gut lösbar. Unter dem Strich sollte die Lärm- und Abgasbelastung für die Anwohner zukünftig geringer sein als heute.
  • Noch nicht entschieden ist die Frage, was mit der großen Blombachtalbrücke geschieht. Da der Abstieg von der L419 zur Autobahn westlich hiervon erfolgt, verliert diese Brücke ihre Funktion als Autobahnzubringer und damit einen wesentlichen Teil ihrer überregionalen Bedeutung. Es kann aber nicht sein, dass dieses im Unterhalt teure Bauwerk zukünftig allein durch die Stadt Wuppertal finanziert werden muss. Ich plädiere dafür, dass die Straße über die Brücke eine Landesstraße bleibt.

Dies ist aus meiner Sicht der aktuelle Stand des Projektes. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

Foto: ©Atamari/wikipedia.de