Bei den Stadtwerken Solingen

22. August 2019

Die Herzen von Technikfans schlagen bei diesem Anblick regelmäßig höher: Der Betriebshof der Stadtwerke-Verkehrsbetriebe Solingen an der Weidenstraße beherbergt mittlerweile Oberleitungsbusse aus allen Jahrzehnten seit den 1950er-Jahren. Und die neuesten, Gelenkbusse der polnischen Firma Solaris, haben eine wegweisende Besonderheit: Sie haben nicht nur Stromabnehmer, sondern sind zusätzlich mit Akkus ausgestattet – genügend, um bis zu 30 Kilometer abseits der elektrifizierten Strecken fahren zu können.

Das ‚Batterie-Oberleitungsbus‘ (BOB) genannte Projekt verfolge ich schon seit den ersten Überlegungen der Solinger Stadtwerke und der Bergischen Universität. Seitdem der erste Bus vorgestellt wurde, hat es europaweit viel Aufmerksamkeit für dieses vom Bund mit hohen Summen geförderte Projekt gegeben. Auch, weil die Stadtwerke nicht nur den Bus im Blick haben, sondern die (Energie-)Infrastruktur insgesamt.

Conrad Troullier, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe, und die beiden Projektkoordinatoren Holger Ben Zid und Adrian Dogge, haben mich am 7. August auf den neuesten Stand gebracht. Mittlerweile sind mehrere der neuen Busse im Testbetrieb, an die erste teilelektrifizierte Linie geht es im Herbst. Weitere Busse sind ebenfalls bereits bestellt.

Mit dabei waren auch Paul Westeppe (Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke) und Waldemar Gluch (planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion), die das Projekt ebenfalls seit Beginn begleiten. Gemeinsam werden wir gerne auch weiter für das Projekt werben, immerhin hat es in der Debatte um die innerstädische Mobilität der Zukunft einen wahrlich wegweisenden Charakter.