Bei der Drogen- und Suchtberatung Remscheid

16. August 2018

Am 14. August besuchte ich die Fachstelle Sucht des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Lennep. Sie nimmt für Remscheid die kommunale Pflichtaufgabe “Suchtberatung” wahr. Nachdem mir die Bereichsleitung, Annette Potthoff, im Juli ihren Jahresbericht für das Jahr 2017 zugeschickt hatte, wollte ich mir einmal selbst einen Einblick über den Drogenkonsum in Remscheid und die Beratungsmöglichkeiten verschaffen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichteten mir von den Schwerpunkten ihrer Arbeit und den schwierigen Lebenswelten sowie -verhältnissen, in denen sich suchtkranke Menschen befinden. Sie zeigten mir auf, welche Drogen heutzutage besonders stark konsumiert werden und dass bei den meisten Drogenkonsumenten die erste Einstiegsdroge Nikotin beziehungsweise die erste illegale Einstiegsdroge Cannabis war. Wir waren uns einig, dass über die „Modedroge“ Cannabis und ihre Gefahren sowie Alkoholmissbrauch vor allem bei jungen Leuten mehr aufgeklärt werden muss. Hierbei sollte an die guten Erfahrungen der Aufklärungskampagnen zum Tabakkonsum angeknüpft werden.

Als ganz besonders wichtig erachte ich gerade auch die Arbeit des Diakonischen Werkes mit den Kindern suchtkranker Eltern, die in besonderer Weise und ohne eigenes Verschulden in eine besonders schwierige Lage gekommen sind. Hier muss die Politik noch aktiver werden und die Unterstützung dieser Kinder vorantreiben. Deshalb werde ich das Gespräch mit den Gesundheitspolitikern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion suchen und mich für eine gute, schnelle und effektive Hilfe für diese Kinder einsetzen.

Vielen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle Sucht für diesen spannenden Einblick in ihre Arbeit.

V.l.n.r.: Alfred Lindenbaum, Sylvia Teuscher, Annette Potthoff, Wilfred Rother, Melanie Clemens ©juergenhardt.de