Clara Mewes: “Mein Praktikum bei Jürgen Hardt”

18. Mai 2018

Regelmäßig nehmen junge Menschen die Gelegenheit wahr, in meinem Abgeordnetenbüro im Deutschen Bundestag in Berlin ein Praktikum zu absolvieren. In den vergangenen sechs Wochen arbeitete Clara Mewes in meinem Berliner Büro mit. Im Folgenden berichtet sie über ihre Eindrücke und Erlebnisse:

„Momentan studiere ich European Studies an der Universität Passau. Mein Schwerpunkt, man könnte auch sagen meine Leidenschaft, ist hierbei die Politikwissenschaft. Somit habe ich nicht nur ein allgemeines Interesse, sondern auch eine solide Grundlage über politische Entscheidungsprozesse und Institutionen. Daher habe ich mich über die Möglichkeit gefreut, die Arbeitsweise des Bundestages praktisch kennenzulernen. Meine Zeit im Bundestag war optimal aufgeteilt in drei Sitzungswochen und drei Nicht-Sitzungswochen, sodass ich sowohl die Ruhe vor dem Sturm, als auch den Sturm selbst miterleben konnte. Zu meinen Aufgaben gehörte unter anderem das tägliche Erstellen einer Presseschau, das Bearbeiten von Bürgeranfragen, aber auch Recherchearbeit zu einer Vielzahl von Themen, wie der Flüchtlingspolitik oder auch zu Dieselfahrverboten. Häufig konnte ich Herrn Hardt in seiner Funktion als Außenpolitischer Sprecher zu Interviews begleiten. Neben Büroaufgaben, waren es besonders die Plenardebatten, die für mich als angehende Politikwissenschaftlerin von Interesse waren. Mit den aktuell sieben Parteien im Plenum, die sich auf allen Seiten des politischen Spektrums positionieren, sind die Diskussionen zu den meisten Themen alles andere als langweilig. Besonders in Erinnerung bleiben mir die Aktuelle Stunde zur Lage in Syrien oder die Debatte anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung des Staates Israels. Bei beiden Debatten konnte ich auch Herrn Hardt bei seinen Reden zuhören. Ein weiteres eindrucksvolles Erlebnis war es, einen Hammelsprung mitzuerleben. Das ist ein Abstimmungsverfahren, bei dem alle Abgeordneten den Saal verlassen und durch drei verschiedene Türen, von denen eine Zustimmung, eine Ablehnung und eine Stimmenthaltung bedeutet, wieder betreten.

Abschließend kann ich es allen Interessierten nur nahelegen, die Möglichkeit wahrzunehmen und einmal hinter die Kulissen des Bundestages zu blicken. Man bekommt ein ganz anderes Gefühl dafür, wie Politik gemacht wird. Für meine Zeit im Berliner Büro will ich mich beim ganzen Team und Herrn Hardt bedanken. Die Wochen im Abgeordnetenbüro werden mir als eine äußerst spannende und lehrreiche Zeit in Erinnerung bleiben.“

Foto: ©juergenhardt.de