Die Sensation von Düsseldorf!

19. Mai 2017

Zur großen Freude der Union und zum Entsetzen der Sozialdemokraten hat Armin Laschet am vergangenen Sonntag gezeigt, dass Wahlen trotz aller Umfragen und Vorhersagen am Ende doch super spannend sein können: Er führt die CDU NRW zum Erfolg und wird neuer Ministerpräsident des größten Bundeslandes in Deutschland.

Armin Laschet vereinigt Politikereigenschaften in sich, die sich ausgezahlt haben: Klarer Blick auf die Herausforderungen und Möglichkeiten in der Landespolitik, systematische Bearbeitung der Themen, Glaubwürdigkeit als Mensch und Politiker. Bis wenige Monate vor der Wahl wurde über die Versäumnisse der rot-grünen Landesregierung der Mantel des Schweigens gelegt. Stimmen aus der CDU, die die Probleme in unserem Bundesland offen ansprachen, wurden von der SPD als Angriffe gegen das „Wir“ in NRW diffamiert. Schon seit den Zeiten Johannes Raus kam die SPD mit dieser Strategie fast immer durch.

Armin Laschet hat dagegen von Anfang an die drei großen politischen Themen systematisch bearbeitet. Ich erinnere mich z.B. an seine Rede vor dem Remscheider Parteitag letztes Jahr: Bildung, Innere Sicherheit, Verkehrsinfrastruktur. Er hat sich vom klaren Kurs auch durch die SPD-Euphorie Anfang des Jahres nicht abbringen lassen. Es gelang der CDU NRW so, diese Themen zu den Themen des Wahlkampfes zu machen. Dagegen konnte der SPD-Kuschelkurs nichts ausrichten. Zu offensichtlich sprachen die Fakten gegen Rot-Grün.

Jetzt hat Armin Laschet die vielleicht schwierigste politische Aufgabe Deutschlands vor der Brust: Die Baustellen in NRW – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne – sind so zahlreich, dass selbst eine sehr engagierte Landesregierung kaum auf kurzfristige Erfolge setzen kann. Das 100-Tage-Sofortprogramm der CDU NRW steht bereits. Und ich bin sicher, dass die Menschen in fünf Jahren große Fortschritte sehen werden.

Mit den Glückwünschen an Armin Laschet und die wiedergewählten Parteifreunde im Landtag – Jens Nettekoven für Remscheid/Radevormwald und Arne Moritz für Solingen – verbinde ich eine wichtige Bitte: Vergesst die kommunale Familie nicht! Der Fehler der CDU/FDP-Regierung unter Jürgen Rüttgers, dass die finanziellen Nöte der Städte im Ruhrgebiet und im Bergischen Land leider weitgehend ignoriert wurden, darf sich nicht wiederholen. Ich bin mir aber sicher, dass Arne und Jens dies fest im Blick haben. Ebenso Armin.

Aus Wuppertaler Sicht mischt sich Wehmut in den Jubel über den Wahlsieg. Zwar konnten auch die Wuppertaler Kandidaten Hans-Jörg Herhausen, Björn Brick und Kai Sturmfels für Solingen II/Wuppertal III den SPD-Amtsinhabern gefährlich nahe kommen. Doch gelangt hat es nicht. Und weil die CDU-Landesliste nicht zum Zuge kam und Rainer Spiecker nach fünf erfolgreichen Jahren als handwerkspolitischer Sprecher nicht mehr mit dabei ist, werden Arne und Jens auch Wuppertal repräsentieren.

Danke auch an alle, die an den Ständen und Haustüren mitgekämpft haben. Ich freue mich auf den Wahlkampf im September und bin nach dieser Steilvorlage sehr zuversichtlich, den Wahlkreis zum dritten Mal direkt zu gewinnen.

Foto: ©Laurence Chaperon

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