Eröffnung der Landesschulen für Justiz- und Finanzverwaltung in Wuppertal-Ronsdorf

8. Mai 2015

Am 27. April habe ich die offizielle Eröffnungsfeier der neuen NRW-Landesschulen für die Justizverwaltung und Finanzverwaltung in Wuppertal Ronsdorf durch die beiden zuständigen Landesminister Dr. Walter-Borjans (Finanzen) und Thomas Kutschaty (Justiz) besucht. Besonders hervorzuheben ist, dass die Bauten voll im Zeit- und Kostenplan fertiggestellt und bereits zu Jahresbeginn von Schülern und Dozenten bezogen wurden!

Als die Landesjustizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) nach den Morden im Jugendgefängnis in Siegburg dringend nach neuen Standorten der Justizvollzugsanstalten suchte, stand Wuppertal-Ronsdorf bereit. Diese Standortentscheidung war verbunden mit dem gleichzeitigen Neubau der Schulen. Neuartig für NRW ist die Zusammenlegung beider Schulen an einem Ort – mit der dadurch gemeinsam nutzbaren Infrastruktur werden erhebliche Kosten gespart. Und auch die in Wuppertal ansässige Bereitschaftspolizei wird zum Scharpenacken in Ronsdorf umziehen.

Von der CDU Landesregierung Rüttgers versprochen und von der jetzigen Landesregierung nicht in Frage gestellt, entstand so im Wuppertaler Süden ein Zentrum für Landeseinrichtungen, das sich sehr harmonisch in die schöne Landschaft einfügt und jeweils vielen hundert Studenten und Dozenten sowie den Bediensteten der JVA und der Bereitschaftspolizei optimale Arbeitsbedingungen bietet.

Der Oberbürgermeister von Wuppertal, Peter Jung, dankte der Landesregierung für die Umsetzung des Großprojekts. Er mahnte gleichzeitig an, durch die Anbindung der L419 an die Autobahn A1 eine dauerhaft bessere Verkehrsanbindung sicher zu stellen. Kritisch merkte Peter Jung an, dass Wuppertal mit zwei Gefängnissen nun einen hochwertigen Beitrag für das Land insgesamt leiste. Als Standort für eine neue Forensische Psychiatrie sei das bisherige Gelände der Bereitschaftspolizei nicht geeignet. Hier wolle Wuppertal gerne Wohnungen bauen.

Würdiger Abschluss der Einweihungsfeier war die Pflanzung zwei Feldahornbäume durch die beiden Minister. Die Tatsache, dass die Blätter des Feldahorn früher in Hungerzeiten als Sauerkraut- oder Salatersatz verwendet wurden, wollte Finanzminister Dr. Borjans nicht als Hinweis auf die prekäre Finanzlage des Landes gedeutet wissen.

Foto: ©juergenhardt.de