Eröffnung der Landesschulen für Justiz- und Finanzverwaltung in Wuppertal

27. April 2015

Voll im Zeit und Kostenplan konnten die neuen Landesschulen für die Justizverwaltung und Finanzverwaltung bereits zu Jahresbeginn von Schülern und Dozenten bezogen werden. Am heutigen Montag fand die offizielle Eröffnung durch die beiden zuständigen Landesminister, Dr. Walter-Borjans (Finanzen) und Thomas Kutschaty (Jusitz), statt. Für NRW neuartig werden durch die Zusammenlegung beider Schulen an einem Ort und mit der dadurch gemeinsam nutzbaren Infrastruktur erhebliche Kosten gespart.

Als die Landesjustizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) nach den Morden im Jugendgefängnis in Siegburg dringend nach neuen Standorten der Justizvollzugsanstalten suchte, stand Wuppertal-Ronsdorf bereit. Diese Standortentscheidung war verbunden mit dem gleichzeitigen Neubau der Schulen.  Und auch die in Wuppertal ansässige Bereitschaftspolizei wird zum Scharpenacken in Ronsdorf umziehen.

Von der CDU Landesregierung Rüttgers versprochen und von der jetzigen Landesregierung nicht in Frage gestellt, entstand so im Wuppertaler Süden ein Zentrum für Landeseinrichtungen, dass sich sehr harmonisch in die schöne Landschaft einfügt und jeweils vielen hundert Studenten und Dozenten sowie den Bediensteten der JVA und der Bereitschaftspolizei optimale Arbeitsbedingungen bietet.

Der Oberbürgermeister von Wuppertal, Peter Jung, dankte der Landesregierung für die Umsetzung des Großprojekts. Er mahnte gleichzeitig an, durch die Anbindung der L419 an die Autobahn A1 eine dauerhaft bessere Verkehrsanbindung sicher zu stellen. Kritisch merkte Peter Jung an, dass Wuppertal mit zwei Gefängnissen nun einen hochwertigen Beitrag für das Land insgesamt leiste. Als Standort für eine neue forensische Psychiatrie sei das bisherige Gelände der Bereitschaftspolizei nicht geeignet. Hier wolle Wuppertal gerne Wohnungen bauen.

Würdiger Abschluss der Einweihungsfeier war die Pflanzung zwei Feldahornbäume durch die beiden Minister (siehe Foto). Die Tatsache, dass die Blätter des Feldahorn früher in Hungerzeiten als Sauerkraut- oder Salatersatz verwendet wurden, wollte Finanzminister Dr. Borjans nicht als Hinweis auf die prekäre Finanzlage des Landes gedeutet wissen.