Eurobarometer- Umfrage der Europäischen Kommission

16. August 2018

Ende Juni wurden die Ergebnisse einer Umfrage der Europäischen Kommission zur öffentlichen Meinung in der EU veröffentlicht. Die Umfrage wurde in 34 Ländern und Gebieten durchgeführt: in den 28 Mitgliedstaaten der EU, den fünf Bewerberländern (ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Türkei, Montenegro, Serbien und Albanien) sowie in der türkisch-zyprischen Gemeinschaft in dem Teil des Landes, der nicht von der Regierung der Republik Zypern kontrolliert wird. Die Umfrage wurde im März durchgeführt, also kurz nachdem am 14. März bei uns in Deutschland die Regierung aus CDU/CSU und der SPD gebildet wurde.

Darin kommt zum Ausdruck, dass die Befragten die Einwanderung (38 %) und den Terrorismus (29 %) als die beiden dringendsten Probleme ansehen, denen die EU gegenübersteht. Als dringendstes nationales Problem sieht ein Viertel der EU-Bürger die Arbeitslosigkeit an. Hier liegt Deutschland weit unter dem Durchschnitt, weil hierzulande nur weniger als 10 % der Befragten die Arbeitslosigkeit als problematisch ansehen.

Mehr als vier von zehn EU-Bürgern vertrauen der EU. Das Vertrauen in die EU hat seit Herbst 2017 leicht zugenommen und ist aktuell auf dem höchsten Stand seit Herbst 2010 (wie im Frühjahr 2017). Das Vertrauen der Europäer in die EU ist nach wie vor größer als das Vertrauen in ihre nationalen Parlamente und Regierungen. Interessant ist, dass das Vertrauen in Bundestag und Bundesregierung in Deutschland mit 59 % bzw. 54 % Prozent klar höher ist als im EU-Durchschnitt (34 %).

Beim Anteil der Europäer, die optimistisch in die Zukunft der EU blicken, ist zum dritten Mal in Folge ein Anstieg und mit 58% der höchste Wert seit Frühjahr 2015 zu verzeichnen.

Im Vergleich zur Befragung vom Frühjahr 2014 sagen aktuell mehr Europäer, dass sie persönlich von den Errungenschaften der EU profitiert haben.

Diese und weitere Fragen mit den umfassenden Ergebnissen der einzelnen Länder können Sie hier nachlesen.