EVP-Kongress auf Malta

4. April 2017

Der diesjährige Parteitag der Europäischen Volkspartei (EVP) fand dieses Mal zu außerordentlich spannenden EU-Zeiten statt. Gleichzeitig zu unserer EVP-Vorstandssitzung auf Malta reichte Theresa May in Brüssel das Austrittsgesuch Großbritanniens nach Art. 50 des EU-Vertrags ein.

Seit meiner Wahl auf dem Parteitag durch die CDU letzten Jahres bin ich Vorstandsmitglied unserer europäischen Parteienfamilie und habe so erstmals auf dem EVP-Parteitag und der vorangehenden Parteisitzung teilgenommen.

In der EVP sind die 47 Parteien aus dem christlich-demokratischen und bürgerlichen Spektrum in Europa zusammengefasst. Für Deutschland gehören ihr die CDU/CSU an. Spiegelbild in der EU ist die EVP im Europaparlament. Unser hochrangigster Vertreter ist der Europaabgeordnete David McAllister, Nachfolger von Peter Hintze als Vizepräsident.

Als sehr ergiebig empfand ich vor allem die Gespräche am Rande des Kongresses. Nahezu alle Parteivorsitzenden und damit auch viele Regierungschefs Europas waren anwesend. In der Hauptdebatte am Donnerstagvormittag wurden dann auch erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsparteien offensichtlich. Als es um die Bewertung der aktuellen Lage Europas ging, meinte Ministerpräsident Orban aus Ungarn, Europa stecke tief in Krisen und sei von Krisenherden umgeben. Andere, so der neue EU-Parlamentspräsident Tajani, betonten die konstruktive Kraft mit der wir nur gemeinsam auf alle diese Herausforderungen reagieren können. So auch die Bundeskanzlerin. Sie bekam von den anwesenden rund 2000 Delegierten und Gästen anhaltenden Beifall und Standing Ovations für ihre Rede. Weitere Informationen finden Sie hier.

Foto: Mit Kerstin Terhardt, Delegierte aus Düsseldorf und Herbert Reul. ©Kerstin Terhardt