Feierliche Unterzeichnung des Aachener Vertrags

1. Februar 2019

Die Unterzeichnung des Aachener Vertrags ist ein historisches Ereignis für Deutschland, Frankreich und Europa. Mit ihr wird ein neues Kapitel in der deutsch-französischen Partnerschaft und Zusammenarbeit aufgeschlagen. Das Signal ist eindeutig: der deutsch-französische Motor ist intakt und gibt entscheidende Impulse für Europa.

Denn das ist der Geist des Aachener Vertrags: Gemeinsam wollen wir die Europäische Union stärken – bei Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit, in der Außen- und Sicherheitspolitik sowie bei Innovationen und Zukunftstechnologien. Dieser Vertrag reflektiert die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft Europas.

Gerade im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik gehen wir entscheidende Schritte. Mit einer engeren Abstimmung und Kooperation wollen wir der europäischen Stimme auf der Welt noch mehr Gehör verschaffen. Hierzu ist es wichtig, dass wir eine gemeinsame Kultur entwickeln und uns auch im Gespräch mit der Bevölkerung unserer Länder klar werden, welche Rolle wir der EU in der Welt zukommen lassen wollen. Aus strategischen Gründen gehört hierzu auch die Zusammenarbeit bei den Streitkräften und bei deren Ausbildung und Ausrüstung.

Auch auf dem Gebiet der Innovationen und Zukunftstechnologien wollen wir unsere Stärken noch weiter bündeln. Denn in einer komplexen und vernetzten Welt werden wir in Zukunft nur gemeinsam wettbewerbsfähig sein. In diesem Geist steht die Zusammenarbeit auch anderen europäischen Partnern offen.

Und auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll intensiviert werden, um das Leben der Bürgerinnen und Bürger im deutsch-französischen Grenzgebiet spürbar zu verbessern. Mit einer Verbesserung der grenzüberschreitenden Kinderbetreuungsangebote und Dienstleistungen sowie einer besseren Notfallversorgung lassen sich konkrete Fortschritte im Kleinen erzielen.

Foto: Mit den Bundestagskollegen im Aachener Königssaal ©juergenhardt.de