Geburtshaus Conrad Röntgen mit neuer Zukunft

13. März 2015

Das Ende des 18. Jahrhunderts gebaute Bürgerhaus am Gänsemarkt in Lennep war 1845 das Geburtshaus von Conrad Röntgen. Der Erfinder der gleichnamigen Strahlen hat der Menschheit mit seiner Entdeckung einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Denn das Röntgen ist eine der wichtigsten medizinischen Methoden überhaupt. Im Übrigen wird Röntgentechnik auch in den Ingenieurswissenschaften stark eingesetzt. Die zerstörungsfreie Analyse von Werkstoffen und Produkten setzt auf Röntgentechnologie. Über die Jahrhunderte hatte Röntgens Geburtshaus, zu dem der erste Physiknobelpreisträger Deutschlands sein Leben lang einen persönlichen Bezug hatte, eine wechselvolle Geschichte. Überwiegend wurde es als Metzgerei genutzt. Nun hat es die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) erworben und plant hier ein wissenschaftliches Tagungs- und Begegnungszentrum für Radiologen. Das Haus soll auch für Besucher geöffnet werden.

Bei einem Ortstermin mit dem Direktor des Deutschen Röntgenmuseums, Dr. Uwe Busch und dem Geschäftsführer der DRG, Dr. med. Stefan Lohwasser, habe ich mir selbst einen Eindruck vom Fortschritt des Projektes gemacht. Am Haus gibt es noch viel zu tun. Ich habe zugesagt zu prüfen, ob diese deutsche historische Stätte auch aus Mitteln der Bundeskulturförderung unterstützt werden kann.

Zukünftig werden die Besucher Lenneps nicht nur im DOC gut einkaufen können. Sie werden auch die schöne Lenneper Altstadt genießen und mit Röntgenmuseum und Röntgenhaus zwei bedeutende Bildungs- und Erinnerungsorte in unmittelbarer Nähe fußläufig aufsuchen können.

Foto: Das Geburtshaus Conrad Röntgens in Lennep: Es bleibt noch viel zu tun! ©juergenhardt.de