Gespräch mit den Landwirten meines Wahlkreises

6. September 2018

Der regelmäßige Austausch mit den Landwirten meines Wahlkreises ist mir wichtig. Heute habe ich die Gelegenheit gehabt, mit dem Vorsitzenden der Kreisbauernschaft, Martin Dahlmann, und seinen Mitstreitern, Tim Neues (Wuppertal-West) und Carlo Dickhoven (Solingen), über die schwierige Ernte nach dem Hitzesommer 2018 zu sprechen. Alle drei Landwirte betonten, dass der Wechsel von guten und schlechten Erntejahren zum Alltag des Bauern gehöre und viele Berufskolleginnen und -kollegen durch kluge betriebswirtschaftliche Entscheidungen für schlechte Ernten Vorsorge träfen. So sei zum Beispiel die Ernte einzelner Getreidesorten je nach Zeitpunkt der Aussaht höchst unterschiedlich ausgefallen. Die Haltung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und der NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) sei deshalb klug: Hilfen dort, wo die Hitze oder Unwetter voll zugeschlagen hätten. Aber keinesfalls Milliarden-Summen mit der Gießkanne. Hauptsorge der Landwirte sind nicht schlechte Ernten, sondern ein gesellschaftliches und politisches Klima, dass den Beruf des Landwirtes leider immer schwieriger mache. Ich habe zugesichert, dass wir bei der Neuordnung der EU-Finanzen nach einem möglichen Brexit die europäische Agrarpolitik mit ihrer Förderung Kleiner und Mittlerer Betriebe aufrechterhalten. Der mögliche Spitzenkandidat der EVP für den Kommissionpräsidenten, Manfred Weber, stünde ebenfalls an der Seite der Landwirte. Die die Kulturlandschaft prägende bäuerliche Landwirtschaft muss auch um 21. Jahrhundert einen festen Platz in unserer Politik haben. Viele deutsche Landwirte beweisen, dass dies durch die Beachtung hoher Tierschutz- und Umweltstandards möglich ist. Allerdings sollten wir Verbraucher akzeptieren, dass schonende Landwirtschaft ihren Preis hat.

Foto: Tim Neues, Martin Dahlmann, Jürgen Hardt und Carlo Dickhoven © juergenhardt.de