Gespräch mit neuem Museumsdirektor Gregor Ahlmann zu Schloss Burg

27. Januar 2020

Seit Anfang Januar gibt es auf Schloss Burg einen neuen Burgherrn: Historiker Gregor Ahlmann wurde vom Schlossbauverein zum Museumsdirektor berufen. Am vergangenen Mittwoch habe ich mich mit ihm getroffen, um über das große Sanierungsprojekt und dessen Fortschritte zu sprechen.

Denn Schloss Burg war zwar einst Sitz des Grafen und der Herzöge von Berg, allerdings nur noch eine Ruine, als Ende des 19. Jahrhunderts engagierte Bergische Bürger mit dem Wiederaufbau begonnen. In der Zwischenzeit ist die rekonstruierte Burganlage zu einem Touristenmagnet geworden, der mit einem modernen Museum, attraktiver Gastronomie sowie vielen Festivals und Events viele Menschen in das Bergische lockt. Remscheid, Solingen und Wuppertal sind gemeinsam Eigentümer der historischen Anlage.

Seit 2014 werden nun umfassende Sanierungsarbeiten durchgeführt. Bei der Stadt Solingen wurde eine Unterabteilung „Sanierung Schloss Burg“ im Bereich Stadtentwicklung gegründet, die gemeinsam mit dem Schlossbauverein die Sanierungsmaßnahmen plant und durchführt. In diesen Prozess ist Gregor Ahlmann schon seit Beginn voll eingebunden.

Bereits jetzt sind der Bergfried, das alte Torhaus, das Besucherzentrum und einiges mehr fertig. Es gibt aber noch ein paar große Baustellen, die in den kommenden Jahren angepackt werden sollen: Unter anderem das alte Pferdestallgebäude und der bekannte Rittersaal, bei dem die Decke saniert werden muss.

Das alles kostet natürlich Geld: Der Bundesfinanzausschuss hat für die Maßnahmen bisher 15 Millionen Euro freigegeben, das Land NRW und die drei Städte beteiligen sich ebenfalls. Selbstverständlich setze ich mich dafür ein, dass alle notwendigen Maßnahmen am Schloss durchgeführt werden können und diese historisch hochrelevante Stätte weiterhin ein Magnet für Tourismus und geschichtlich Interessierte bleibt!