Impfen, Impfen, Impfen – der goldene Weg aus der Pandemie

9. Dezember 2021

Mit der Corona-Seuche gehen wir nun ins dritte Jahr. Leider bescheren uns immer wieder neue Mutationen des ursprünglichen Virus auch neue Probleme. So ist die erstmals in Südafrika diagnostizierte Variante derart ansteckend, dass die Pandemie neuerlich massiv um sich greift. Anders als noch vor einem Jahr sind jedoch geimpfte und genesene Personen auch gegen neue Varianten geschützt. Impfen schützt zwar nicht immer vor Ansteckung, doch schwere oder gar tödliche Krankheitsverläufe sind unter Geimpften selten. Deshalb ist es gerechtfertigt für Geimpfte und Genesene Erleichterungen zu ermöglichen, die Ungeimpften vorenthalten werden müssen. Auch das „Dritte G“, das Testen, ist kein Ersatz für Impfung. Denn lediglich getestete Ungeimpfte können sich in Gruppen von Geimpften anstecken – wovon die Geimpften womöglich gar nichts merken, was für die Ungeimpften jedoch schwere Folgen haben kann. Die „ Durchmischung“ von Geimpften und Ungeimpften unter 3G-Regeln ist meines Erachtens sehr gefährlich und ist nur dann verantwortbar, wenn alle, Geimpfte wie Ungeimpfte, vor der Veranstaltung getestet sind. Zu recht würden sich aber dann die Geimpften fragen, warum sie ständiges Testen auf sich nehmen müssen, nur um Menschen zu schützen, die sich eigentlich impfen lassen könnten.

Diese Faktenlage führt zur Diskussion für alle Personen, die mit Risikogruppen oder notwendigerweise Ungeimpften, also zum Beispiel Kindern, eng zusammenarbeiten, eine Impflicht vorzuschreiben. Für mich ist das nicht nur zum Beispiel Personal in Kranken- und Pflegeeinrichtungen, sondern auch Erzieher und Lehrer, die ja ständig mit notwendigerweise Ungeimpften zusammen sind. Auch im Interesse der Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit von Kindergärten ist Impfen für alle wichtig. Denn wenn es zu einer Quarantäne kommt, fallen Ungeimpfte im Beruf länger aus als Geimpfte. Das führt zu einer ungerechten Arbeitsbelastung.

Auf keinen Fall darf unsere Strategie an der Verfügbarkeit von Impfstoff scheitern. Hier hat es in den letzten Tagen offensichtlich an einzelnen Stellen Probleme gegeben. Eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen finden sie hier. Aus der Übersicht wird klar, dass in den Tagen bis zu Weihnachten noch rund 48 Millionen Dosen von Biontech und Moderna zur Verfügung stehen und weitere Lieferungen werden erwartet.

Etwas irritiert bin ich über Stimmen aus der Ärzteschaft, die sich gegenwärtig durch das impfen überfordert sehen. Ich erinnere mich noch gut an die massiven Stimmen aus den Ärzteverbänden, die darauf drängten, die staatlichen Impfzentren zu schließen und das impfen in die Hände der Ärzte zu geben. Wir waren hier aus Kapazitätsgründen immer skeptisch und haben hier seitens des Bundes die Finanzierung von Impfzentren aufrechterhalten. Leider haben hiervon nur einige wenige Bundesländer Gebrauch gemacht. Es stand aber die Zusage, dass Impfzentren rasch wieder hochgefahren werden können, was jetzt durch die Länder unter Beweis gestellt werden kann.