Mit der Kreisbauernschaft vor Ort

25. September 2015

Vor Ort auf dem Sonnenhof in Wuppertal konnte ich mich in der letzten Woche von dem Leben als Landwirt und den damit verbundenen Sorgen und Nöten überzeugen.

Momentan sind die Milchbauern gebeutelt. Die Milchquote ist zum 31. März 2015 gefallen, die Milchbauer setzten auf mehr Produktion und nun fallen die Milchpreise. Erschwerend kommen das Embargo gegen EU-Argrar-Produkte durch Russland und die Nachfrage-Flaute aus China hinzu. Es gibt zu viel Milch und es lohnt sich kaum noch, so die Milchbauern, Milchkühe zu halten.

Grundsätzlich halte auch ich eine Agrarpolitik für richtig, die sich stärker am Markt, denn an Subventionen orientiert. Schwierig wird es aber natürlich, wenn Märkte unvorhersehbar wegbrechen. Im Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin arbeitet man an Lösungsansätzen.

Ein weiteres Thema ist der Flächenschwund in der Landwirtschaft: Immer mehr landwirtschaftliche Flächen werden „umfunktioniert“ und stehen den Landwirten nicht mehr zur Verfügung. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, den Flächenverbrauch in Deutschland von derzeit 72 ha auf 30 ha pro Tag zu senken. Dazu gibt es bereits eine Reihe konkreter Maßnahmen wie die Entsiegelung von nicht mehr benötigten Gewerbeflächen und Verkehrsanlagen und die Aufwertung von Flächen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Dann müssen nicht mehr Ackerflächen für Ausgleichsmaßnahmen herangezogen werden.

Foto: ©juergenhardt.de