Mit Ungarn im freundschaftlichen Gespräch

13. Juni 2018

Unter den Mitgliedern der Europäischen Union hat Ungarn für uns eine herausragende Stellung. Ungarn öffnete im Sommer 1989 als erstes Land des Ostblocks den Eisernen Vorhang und bereitete so den Ereignissen des Herbsts den Weg.

Seit den Tagen des deutlichen Anstiegs der Flüchtlingszahl gibt es zwischen der deutschen und ungarischen Regierung Meinungsverschiedenheiten in wichtigen europapolitischen Fragen. In beiden Ländern stellen jedoch die EVP-Schwesterparteien den Regierungschef. Ich finde es deshalb wichtig, dass wir bei aller Kritik an aktueller Gesetzgebung in Ungarn im freundschaftlichen Gespräch bleiben. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hatte eine hochrangige ungarische Delegation nach Berlin geholt. Ich nahm an der Diskussionsrunde mit dem ungarischen Minister der Staatskanzlei (Kanzleramtsminister in Deutschland) teil.

Für die nächsten Monate wünsche ich mir, dass der Ton, in dem wir übereinander reden, wieder verbindlicher wird, so wie auf der Veranstaltung in der ungarischen Botschaft. Die Geschlossenheit der EU ist in diesen schweren Zeiten ein Wert an sich. Deshalb müssen wir wieder stärker zusammenarbeiten.

Foto v.r.: Frank Spengler (Leiter des KAS-Auslandsbüro Ungarn), Prof. Hans Süssmuth (Adalbert-Stiftung), Dr. Gergely Gulyás (Kanzleramtsminister), Tünde Volf-Nagy (Korrespondentin des ungarischen Senders TVA in Berlin), Jürgen Hardt MdB