Nach 13 Jahren: Kampfeinsatz in Afghanistan beendet

19. Dezember 2014

Am 31. Dezember 2014 endet der ISAF-Einsatz der Deutschen Bundeswehr gemeinsam mit der internationalen Staatengemeinschaft in Afghanistan. Das Anschlussmandat Resolut-Support-Mission (RSM) wird kein Kampfmandat mehr sein. Es wird sich nicht mehr auf die Begleitung afghanischer Streitkräfte im Kampf gegen die Taliban konzentrieren, sondern im Wesentlichen Ausbildungscharakter haben. Anstatt wie in der Hochphase 5.500 Soldaten der Bundeswehr werden es ab dem nächsten Jahr maximal 850 Soldaten sein. Dieses Mandat haben wir am Donnerstag im Bundestag beschlossen.

Eine differenzierte Analyse über den Erfolg des Afghanistan-Einsatzes möchte ich gerne Anfang kommenden Jahres liefern. Zwei Punkte, die einen großen Erfolg darstellen, möchte ich heute schon nennen: Mit der Verbesserung der Lage in Afghanistan kamen 5,7 Millionen Flüchtlinge zurück nach Hause. Dies ist nicht nur ein großer humanitärer Erfolg, sondern entlastet ganz erheblich diejenigen Länder, die Flüchtlinge aufgenommen hatten. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Afghanistan ist in den Jahren des ISAF-Einsatzes von 43 Jahren auf 64 Jahre gestiegen. Grund hierfür ist die bessere wirtschaftliche und soziale Lage, bessere medizinische Versorgung und natürlich die Reduzierung der Zahl der Opfer durch Krieg und Gewalt.

Wir werden dafür sorgen, dass dieser Erfolg in Afghanistan nachhaltig ist. Deshalb beteiligen wir uns an der Ausbildungsmission der NATO auf der Grundlage eines UN-Mandats.

Foto: Bundesministerin auf Truppenbesuch in RC North im Camp Marmal (Afghanistan). © Bundeswehr/ Sebastian Wilke