Ob „Bio“ oder „Konventionell“ – der Verbraucher soll entscheiden!

14. September 2017

Manche Politiker erwecken bei ihren Besuchen auf Bauernhöfen in Solingen den Eindruck, dass ausschließlich auf Bio-Höfen verantwortungsvoll Landwirtschaft betrieben wird. Ich teile diese Einschätzung nicht. Auch konventionell hergestellte Agrarprodukte sind qualitativ einwandfrei und gesundheitlich völlig unbedenklich. Vermutlich gibt es nirgendwo auf der Welt besseres und gesünderes Essen für alle als in Deutschland. Jeder Verbraucher soll entscheiden, ob er Bioprodukte oder konventionell erzeugte Agrarprodukte kauft.

Für mich wichtiger als „Bio“ ist, dass die Produkte möglichst aus der Region kommen und somit frisch und ohne lange Transportwege auf meinem Teller landen. Hier haben wir in den bäuerlichen Familienbetrieben, egal ob Bio oder nicht, starke Partner, denen es zunehmend auch gelingt, ihre Produkte regional zu vermarkten und bekannt zu machen. Auf diesen Höfen wird mit Mensch, Tier und Pflanze respektvoll umgegangen.

Eine aktuelle Fehlentwicklung beobachte ich derzeit bei Bio-Produkten in Supermärkten: Seit einiger Zeit ist z.B. Bio-Gemüse zusätzlich in Kunststoff verpackt. Dies halte ich für eine widersinnige Entwicklung, die dringend abgestellt werden sollte.