Präsident Erdogan verlässt die Ebene vernünftiger und vorurteilsfreier Auseinandersetzung

6. März 2017

Zu den Vorwürfen des türkischen Präsidenten Erdogan gegen Deutschland können Sie den außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, wie folgt zitieren:

„Mit seinem törichten und absurden Nazi-Vergleich verlässt Präsident Erdogan die Ebene vernünftiger und vorurteilsfreier Auseinandersetzung. Der Vergleich widerspricht zudem historischer Erkenntnis. Während sich Deutschland an demokratische und rechtsstaatliche Standards hält, versucht Präsident Erdogan, über eine Verfassungsänderung das türkische Parlament zu entmachten.

Genausowenig wie andere europäische Partnerländer wollen wir, dass innertürkische politische Differenzen in unserem Land ausgetragen werden. Deshalb sind Wahlkampfauftritte Erdogans und türkischer Regierungsmitglieder in Deutschland unerwünscht.

Darüber hinaus sehen wir nicht, warum in Deutschland lebende Türken für die autoritäre Politik Erdogans und die Verfassungsänderung zur Einschränkung der Demokratie eintreten. Bei uns lebende Türken genießen Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, die ihren Landsleuten künftig vorenthalten bliebe, wenn die notwendige Mehrheit für die Verfassungsänderung zustande käme.“