Solinger Zentrum für verfolgte Künste im Bundestag

27. Januar 2015

Am Dienstag, dem 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, wurde die Ausstellung „Der Tod hat nicht das letzte Wort – Niemand zeugt für den Zeugen. Zeichnen gegen das Vergessen“ im Paul-Löbe-Haus im Deutschen Bundestag eröffnet, die unter maßgeblicher Beteiligung von Dr. Rolf Jessewitsch und des Solinger Zentrums für verfolgte Künste zustande kam.

Das einzigartige Zentrum in Solingen ist nicht nur ein Ort der Erinnerung an die Werke verfolgter Künstler. Es gibt Deutschland und der Welt auch Kunst zurück, die zum Kulturschatz unseres Landes gehört und von den Diktatoren des 20. Jahrhunderts der Erinnerung entzogen wurde. Erinnerung und Bewahrung verfolgter Kunst ist nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern auch eine enorme Bereicherung unserer Kultur. Ich werde mich weiterhin engagiert für ein starkes, überregional wirksames Zentrum für verfolgte Künste in Solingen einsetzen.

Der Deutsche Bundestag gedachte der Befreiung des KZ Auschwitz in einer Sondersitzung. Bundespräsident Gauck mahnte zur Ver­ant­wortung, die sich aus dem Versprechen: „Nie wieder!“ ableitet. Ich teile seine Auffassung, dass auch Deutschland noch mehr tun kann, um Völkermord und Rassenhass überall in der Welt zu begegnen. In Zeiten wachsenden internationalen Terrors und dumpfer fremdenfeindlicher Ressentiments in Form sogenannter „Pegida“-Demonstrationen ist es wichtig, in Wort und Tat für die Menschenrechte und Menschenwürde einzutreten.

Information: Die Ausstellung, die eine Zusammenarbeit des Zentrums für verfolgte Künste Solingen mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau, der Gedenkstätte Theresienstadt und des Deutschen Bundestages ist, kann besichtigt werden – nach den Zutritts­bedingungen des Deutschen Bundestages und nach vorheriger Anmeldung (28.1.2015 bis 27.2. 2015 im Paul-Löbe-Haus, Eingang West, Konrad-Adenauer-Straße 1, 11011 Berlin, Mo 9 – 15 Uhr, Di – Do 9 – 16 Uhr, Fr 9 – 13 Uhr, Telefon: + 49 30 227-38883, E-Mail: info-ausstellungen-plh@bundestag.de)

Foto: ©juergenhardt.de