Statement zum Amtsverzicht von Annegret Kramp-Karrenbauer

14. Februar 2020

Mit Respekt und Bedauern habe ich Annegret Kramp-Karrenbauers Entscheidung zur Kenntnis genommen, nun den Parteivorsitz abgeben und als Kanzlerkandidatin nicht zur Verfügung stehen zu wollen. Annegret Kramp-Karrenbauer repräsentiert klar die Mitte der Union und hat mit dem Prozess der Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms auch inhaltliche Akzente gesetzt. Im Amt der Bundesverteidigungsministerin hat sie sich binnen kurzer Zeit den Respekt der Soldatinnen und Soldaten und der Amtskollegen in NATO und EU erworben. Ich finde es gut für Deutschland, dass sie Bundesverteidigungsministerin bleibt.

Offensichtlich braucht der Vorsitzende der CDU, die ja gute Chancen hat, auch den nächsten Bundeskanzler zu stellen, mehr Autorität als nur den Parteivorsitz. Wir in der CDU sind jetzt klug beraten, bei der Neuwahl des Parteivorsitzenden die Kanzlerkandidatenfrage mitzuentscheiden. Das wird die Durchsetzungsfähigkeit dieser Person in schwierigen Fragen, etwa der des richtigen Umgangs mit AFD und Linken in ostdeutschen Landesparlamenten erleichtern. Glücklicherweise ist die CDU in der Lage, eine ganze Reihe von geeigneten Kanzlerkandidaten vorweisen zu können, darunter auch in Regierungsämtern erprobte. Ich setze auf einen fairen Auswahlprozess bis zum nächsten CDU-Parteitag, der früher als erst im Dezember diesen Jahres stattfinden sollte.

Foto: ©CDU/Laurence Chaperon