Tag der Heimat in Solingen – für Menschenrechte, Heimat und Verständigung

6. September 2017

Rund 100 Mitglieder des Bundes der Vertriebenen (BdV) und der Landsmannschaften begingen am Sonntag, den 3. September 2017 den „Tag der Heimat“.  Die Vorsitzende des BdV Solingen, Edith Vieth, begrüßte neben den Ehrengästen Stadtdechant Michael Mohr und Sozialdezernent Jan Welzel als Vertreter der Stadt Solingen, auch den Landtagsabgeordneten Arne Moritz (CDU) und mich als Hauptredner.

Die diesjährige Veranstaltung im 60. Jahr des Bestehens des BdV stand unter dem Motto: „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“. In meiner Rede betonte ich die Aktualität dieses Mottos für unsere heutige Zeit. Das Recht auf Heimat ist ein Menschenrecht, das auch für die vielen Millionen Flüchtlinge unserer Zeit gilt. Die Sehnsucht nach Heimat wohnt den Menschen aus Syrien oder Afrika ebenso inne, wie vor 70 Jahren den Flüchtlingen aus dem Deutschen Osten. Deshalb ist es oberstes Ziel der deutschen Flüchtlingspolitik, den vertriebenen Menschen in den Bürgerkriegsländern zu helfen, in ihr befriedetes Land zurückzukehren und es wieder aufzubauen. Auch die Botschaft des Bundes der Vertriebenen für ein starkes und geeintes Europa, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können, ist angesichts wieder erstarkender anti-europäischer Tendenzen in einzelnen Mitgliedsstaaten der EU hochaktuell. Die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ von 1950 ist somit ein zeitloses Dokument für ein friedliches, demokratisches und geeintes Europa. Manche rückwärtsgewandte politische Bewegungen unserer heutigen Zeit können sich hieran ein Beispiel nehmen.

Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte das Wuppertaler Akkordeon-Orchester unter Leitung von Silke Schneider. Auf dem Programm standen klassische Werke ebenso wie deutsche Volkslieder, Gedichte und Sagen.

Foto: ©juergenhardt.de