Terror im Namen Gottes?

16. Januar 2015

Das 21. Jahrhundert ist leider geprägt von religiös verbrämtem Terrorismus. Al Qaida verübte die Anschläge vom 11. September 2001 und weitere Anschläge, etwa in London und Madrid. Die Menschen in Afghanistan und Pakistan wurden Opfer der Taliban. Die fundamentalistischen Terroristen der ISIL quälen die Menschen in Syrien und im Nordirak. Boko Haram terrorisiert Menschen in Afrika mit jüngst Hunderten von grausam getöteten Menschen in Nigeria. Und in der vergangenen Woche schlugen Terroristen in Frankreich zu und töteten 17 Menschen. Bereits letzte Woche gedachten wir der Opfer in einer Mahnwache im Remscheider Rathaus. Am Dienstag gab es die stark besuchte Mahnwache mit dem Bundespräsidenten und den Religionsgemeinschaften vor dem Brandenburger Tor. Und am gestrigen Donnerstag eine Schweigeminute im Bundestag. 

Die Terroristen begründen ihre Taten jeweils mit dem Islam. Der Islamismus und Jihadismus maßt sich an, im Namen Allahs zu handeln – eine besondere Form der Gotteslästerung. Der Koran kann nicht als Rechtfertigung solcher Taten herangezogen werden. Dies haben Religionsgelehrte und islamische Geistliche weltweit zum Ausdruck gebracht. Doch die Herausforderung ist da. Sie wird uns noch lange begleiten. Deshalb ist seitens der Sicherheitsbehörden und der Bürger höchste Wachsamkeit geboten. Die Bundeskanzlerin hat in ihrer Regierungserklärung am gestrigen Donnerstag neun einzelne Maßnahmen genannt, die unsere Sicherheit weiter erhöhen sollen. Nicht alle sind in der Regierungskoalition unumstritten. In den kommenden Wochen werden wir Überzeugungsarbeit leisten und im Interesse der Bürger entscheiden. Das Video der Regierungserklärung können Sie sich hier ansehen.

Fotos: ©Stadt Remscheid/Thomas Wunsch