Trauerstaatsakt für Walter Scheel

9. September 2016

Dem vor 97 Jahren im heutigen Solinger Stadtteil Höhscheid geborenen Walter Scheel ist am 7. September in einem Staatsakt gedacht worden, an dem ich und Vertreter der Stadt Solingen teilnahmen.

Walter Scheel ist mit seinem politischen Wirken, insbesondere als Bundesaußenminister in den Jahren 1969-1974 und als Bundespräsident von 1974-1979, eine bedeutende Person der Zeitgeschichte. Er hat sich um unser Land große Verdienste erworben, wofür wir ihm dankbar sind.

Er ist für meine Generation das erste deutsche Staatsoberhaupt, von dem wir Fernsehbilder im Gedächtnis haben. Er hat es meisterlich verstanden, sein politisches Wirken mit medialer Präsenz zu verbinden. Er hat damit das Amt des Bundespräsidenten ein Stück populär gemacht und das Staatsoberhaupt als „Bürgerpräsident“ positioniert.

Ich habe Walter Scheel im Rahmen einer großen Veranstaltung außerhalb des Politischen vor etwa 10 Jahren in Berlin erstmals persönlich kennengelernt. Er war eine beeindruckende Persönlichkeit und damals trotz seines hohen Alters immer noch vielseitig interessiert.

Nach ergreifenden Reden des Bundespräsidenten Joachim Gauck, des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier und des langjähirgen FDP-Vorsitzenden Wolfang Gerhardt wurde Walter Scheel mit militärischen Ehren zu seiner letzten Ruhestätte geleitet.

Foto: ©juergenhardt.de