USA-Update von PPP-lerin Paula Borns

14. Februar 2022

Ich freue mich, dass Paula Borns aus Solingen, meine Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts-Programms, eine gute Zeit in den USA hat. Hier ist ihr aktueller Bericht: 

Gestern Abend war New Years Eve und jetzt sitze ich in einem Cafe in Rehoboth, Delaware mit meinen Freunden, mit denen ich gestern ins neue Jahr feiern durfte.In den letzten Monaten ist viel passiert. Nach Halloween wurde es bis Mitte November erstmal ruhig. Wir hatten alle viele Tests und Schulaufgaben zu machen. Ich habe mich in der Zeit sehr viel mit Freunden getroffen.

Ende November war „Thanksgiving”. Alle fahren dann ihre Familien besuchen und es gibt sehr viel gutes Essen. Meine Gastfamilie hat eine sehr große Verwandtschaft, die uns an dem langen Wochenende sehr oft besucht haben. Das aber nicht nur wegen Thanksgiving, sondern auch wegen Chanuka. Meine Gastfamilie ist jüdisch, weshalb ich dieses Jahr schon viele Jüdische Traditionen mitbekommen habe. Ich finde dies sehr spannend, weil ich finde, dass wir in Deutschland wirklich nicht genug über diese Kultur lernen. Viele Traditionen sind ähnlich zu unseren und ich finde es traurig, wie wenig ich vorher darüber wusste.

Black Friday Shopping war auch sehr aufregend. Ich habe vorher noch nie Menschen über Rabatte kämpfen gesehen. An dem Tag haben wir alle viele Weihnachtsgeschenke gekauft. Anfang Dezember war ich mit einer Gruppe mit anderen Austauschschülern auf einem „typisch deutschen Weihnachtsmarkt”. Dadurch, dass es in Baltimore viele Menschen mit deutschem Migrationshintergrund gibt, war der Weihnachtsmarkt sehr detailgetreu und originell. Das Essen war leider aber nicht annähernd so gut wie auf den Märkten in Deutschland. 

Das Gute an dem Programm und meiner Austausch Organisation AFS ist, dass man in einem Team der Umgebung mit Austauschschülern aus der ganzen Welt ist, die alle in ähnlichen Situationen sind wie man selbst. So habe ich in diesem Jahr nicht nur Freunde in den USA,sondern auch aus Asien, Südamerika und anderen Ländern Europas kennengelernt. Mit dem Team unternimmt man sehr viele Sachen, wie Museumsbesuche, Tages-oder Wochenendtrips. Anfang Dezember sind wir mit der ganzen Gruppe nach New York gefahren. New York ist ungefähr 4 Stunden von uns entfernt. Wir sind also Samstagmorgen losgefahren und Sonntagabend zurückgefahren. Wir haben alleine am Samstag die Freiheitsstatue, Wall Street, New York Times Square und Brooklyn Bridge gesehen. Die Nacht haben wir in einem Hostel in Manhattan verbracht. Morgens sind wir früh aufgestanden und haben in einer kleinen Bäckerei gefrühstückt. New York ist noch größer und atemberaubenderer als man es sich vorstellt. Man fühlt sich unglaublich klein und unbedeutend in einer sehr guten Weise.

Nach dem New York Trip ist es erstmal ziemlich still geworden und die Coronazahlen sind hier stark gestiegen. Meine zweite Gastschwester ist vom College nach Hause gekommen für die Ferien. Zwei Tage danach mussten wir in Quarantäne wegen engem Kontakt zu jemandem, der positiv auf Corona getestet wurde. Deshalb waren wir über Weihnachten die ganze Zeit zu Hause. Das war sehr schade, weil wir eigentlich ganz viel vor hatten, zum Beispiel eine Reise nach Florida, die wegen Corona gecancelt werden musste. Zum Glück konnten wir wenigstens Neujahr feiern. Dafür sind wir mit ein paar Freunden in das Strandhaus meiner Gastfamilie gefahren. Das ist in Rehoboth, Delaware. Wir waren erst in einem italienischem Restaurant essen und sind dann an den Strand gefahren. Dort haben wir ein Lagerfeuer gemacht und mit Marshmellos und Lagerfeuer singend ins neue Jahr rein gefeiert.

Heute ist der zweite Januar und morgen soll die Schule wieder anfangen. Das werden wir aber noch sehen, weil ein Wintersturm angesagt ist und die Schule dann sehr wahrscheinlich schließt. Die Schule hier ist sehr vom Wetter abhängig, weil hier Schüler vom ganzen County zur Schule gehen.

© Paula Borns