Verleihung des Vaclav-Havel-Menschenrechtspreises in Straßburg

17. Oktober 2018

Auch dieses Jahr hat die Parlamentarische Versammlung des Europarats den Vaclav-Havel-Menschenrechtspreis verliehen. Der Preis erinnert an den Schriftsteller, Oppositionellen und führenden Kopf der „Samtenen Revolution“ von 1989 sowie späteren Präsidenten der Tschechoslowakei und der Tschechischen Republik. Verliehen wird der Preis für Verdienste um die Einhaltung der Menschenrechte. Er ist mit 60.000 Euro dotiert .Die diesjährige Preisverleihungszeremonie fand am Montag während der Sitzungswoche des Europarats in Straßburg statt. Ausgezeichnet wurde der inhaftierte russische Menschenrechtler der tschetschenischen Organisation Memorial, Ojub Titijew, für sein Engagement um den Schutz der Menschenrechte. Memorial forscht und untersucht vergangenes Unrecht, dokumentiert aber ebenso gegenwärtige Menschenrechtsverletzungen. Seit Monaten sitzt Titijew wegen angeblichen Drogenbesitzes in Untersuchungshaft. Dieser Vorwurf konnte ihm bisher nicht nachgewiesen werden. Deshalb nahm ein Unterstützer die Auszeichnung für den Geehrten entgegen. Nominiert waren neben Titijew auch Rosa Maria Paya, die sich für einen demokratischen Wandel in Kuba einsetzt sowie der in Bahrain inhaftierte Menschenrechtsanwalt Nabil Radschab.