Zu Besuch bei DST in Remscheid

2. Juni 2021

Am 26. Mai war ich nach vielen Jahren wieder einmal zu Besuch bei der Defence Service Tracks GmbH in Remscheid. Die Firma beschäftigt über 230 Mitarbeiter an ihren zwei Standorten in Vieringhausen und Lüttringhausen und ist der wichtigste Ausrüster der Bundeswehr und vieler anderer befreundeter Armeen bei Panzerketten und im Fahrzeugschutz. DST ist Teil der KMW-Gruppe (Krauss-Maffei Wegmann).

Bei meinem Gespräch mit Andreas Bellscheidt und Musbah Al-Mansour von der Geschäftsführung ging es vor allem um den Kampfpanzer Leopard II und den kleineren Schützenpanzer Puma. Von letzterem hält allein die Bundeswehr etwa 350 Fahrzeuge – für die Flotte stehen nun umfangreiche Nachrüstungen an. Da die neuen Waffensysteme auch die Gesamtmasse erhöhen, müssen dann auch neue, leistungsstärkere Ketten her – natürlich idealerweise aus dem Bergischen Land.

Forschung & Entwicklung, Produktion und auch Instandhaltung, alle drei Bereiche werden von DST in Remscheid abgedeckt. Und nicht nur die Bundeswehr, auch viele internationale Partner Deutschlands vertrauen wegen der Expertise bei Langlebigkeit und Leichtbau auf Ketten der DST.

Ich finde es richtig, dass wir wichtige Kernkompetenzen millitärischer Ausrüstung in unserem Land erhalten, oder auf Basis von Gegenseitigkeit in Kooperation mit unseren europäischen Partnern aufbauen. Die Defence Service Tracks ist dafür ein gutes Beispiel.

Anschließend ging es nach Lüttringhausen zur Gießerei. Mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl (bei der Bedienung der Kräne) werden hier aus ca. 1.600 Grad heißem, hoch legiertem Stahl, wichtige Komponenten gegossen und jährlich so 13.000 Tonen Stahlschrott für den Bau geschützter Fahrzeuge verarbeitet.