Zweites Corona-Steuerhilfegesetz

3. Juli 2020

Zur Ankurbelung der Wirtschaft hat der Deutsche Bundestag diese Woche weitere steuerliche Hilfsmaßnahmen beschlossen. Der Umsatzsteuersatz wird vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 % bzw. von 7 auf 5 % abgesenkt. Dieser Schritt soll zu Preissenkungen auf breiter Front führen. Damit werden vor allem langlebige Konsumgüter stärker nachgefragt. Von dieser Steuersenkung profitieren insbesondere Bezieher von niedrigen und mittleren Einkommen, die einen großen Teil ihrer Einkünfte für Konsum verwenden. Mit dieser Maßnahme entlasten wir die Bürgerinnen und Bürger um knapp 20 Milliarden Euro.

Wir wissen, dass wir mit der kurzfristigen Absenkung der Mehrwertsteuersätze hohe Anforderungen an Unternehmen und Steuerberater stellen und die Umsetzung der Herabsenkung die Praxis vor eine besondere Herausforderung stellt und zu erheblichem Mehraufwand in der Wirtschaft führt. Das Bundesfinanzministerium hat hierzu einen Brief veröffentlicht, der aktuell wichtige Informationen für Unternehmen enthält. Dieser ist hier einsehbar.

Familien erhalten einen Kindergeldbonus in Höhe von 300 Euro pro Kind und der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird befristet erhöht. Die Menschen in Deutschland können in der Breite von diesen Maßnahmen profitieren. Auch Unternehmen und Arbeitgeber werden entlastet etwa mit der befristeten Erhöhung des Freibetrags bei der Gewerbesteuer für die Hinzurechnungstatbestände des § 8 Nummer 1 GewStG auf 200.000 Euro oder über eine Ausweitung der maximalen Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage auf 4 Mio. Euro im Zeitraum von 2020 bis 2025. Mit diesen und anderen Maßnahmen geben wir gezielte Impulse für die Wirtschaft, um so die Folgen der Corona-Krise rasch zu überwinden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums hier.

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